Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes (GDM) ist eine Form der Zuckerkrankheit, die relativ häufig während der Schwangerschaft (5%) auftritt und in den meisten Fällen nach der Entbindung wieder verschwindet.
Die Schwangerschaftshormone stören das Gleichgewicht zwischen den Hormonen, die für die Regulation des Blutzuckers zuständig sind. Es kommt zu einem Mehrbedarf an Insulin. In vielen Fällen kann dies durch eine vermehrte Produktion von Insulin ausgeglichen werden, ist dies nicht der Fall steigt der Blutzuckerwerte an. In der Folge kann sich ein Schwangerschaftsdiabetes entwickeln.
Eine Untersuchung auf Gestationsdiabetes (GDM) mit einem blutzuckergestützten Verfahren ist daher 2013 als Kassenleistung verbindlich in die Mutterschaftsrichtlinien aufgenommen worden. Hiernach wird zwischen den Schwangerschaftswochen 24 und 27 (+6) ein oraler Glukosetoleranztest durchgeführt. Hier trinkt die Schwangere eine Zuckerlösung und dann wird zu festgelegten Zeiten der Blutzucker gemessen.
Für diesen Test gelten die nachfolgend aufgeführten Grenzwerte, die sich vom oralen Glukosetoleranztest zur Diagnose des Diabetes mellitus unterscheiden. Beim Überschreiten eines oder mehrerer Werte liegt ein Schwangerschaftsdiabetes vor.
| Zeitpunkt | Plasmaglukose |
|---|---|
| Nüchtern | 92 mg/dl (5,1 mmol/l) |
| Nach 1 Stunde | 180 mg/dl (10,0 mmol/l) |
| Nach 2 Stunden | 153 mg/dl (8,5 mmol/l) |
In unserer Praxis bekommen sie schnell einen Termin um einen oralen Glukosetoleranztest durchführen lassen. Sie wissen im Anschluss sofort, ob bei Ihnen ein Schwangerschaftsdiabetes vorliegt. Sollte dies der Fall sein, besprechen wir am selben Tag mit Ihnen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Bitte beachten Sie die folgenden Voraussetzungen für den Test:
Zuerst wird eine Ernährungsberatung durchgeführt und mehr Bewegung empfohlen, was in den meisten Fällen reicht. Zur Kontrolle werden die Blutzuckerwerte nach einem bestimmten System kontrolliert. Bei weiter erhöhten Werten wird eine Insulintherapie empfohlen.
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