Was ist ein Charcot-Fuß

Der Charcot-Fuß ist eine seltene Folgeerkrankung des diabetischen Fußsyndromes und damit auch des Diabetes mellitus.
Er tritt erst nach einem längeren Bestehen einer diabetischen Erkrankung auf und in den meisten Fällen war der Diabetes mellitus über die Jahre mit deutlich erhöhten Blutzuckerwerten „schlecht eingestellt“ (langjährig erhöhter HbA1c >8%).


Eine Grundvoraussetzung ist die Entwicklung eines Charcot-Fußes ist eine Neuropathie der Füße. Bei dieser Nervendegeneration hat man als Patient nur noch ein eingeschränktes Gefühl in den Füßen. Es kann auch zum vollständigen Verlust des Schmerzempfindens an den Füßen kommen.

Durch die Neuropathie werden viele regulatorische Prozesse im Fußbereich negativ beeinflußt und es kommt zu einem Knochenschwund in den Fußwurzelknochen und in der weiteren Folge zu spontanen nichtinfektiösen Knochenbrüchen. Ohne Behandlung kann es zum Zusammenbruch des Fußgewölbes und damit zu stark deformierten Füßen kommen. Daher ist ein frühzeitiges Erkennen am Krankheitsbeginn besonders wichtig! Nur so kann die Fehlstellung des Fußes vermieden werden [2].
Die klassische Fehlstellung ist der sogenannte „Schauckelfuß“ [1].


Durch die Fehlstellung der Füße entstehen Druckschäden der Haut und offene Wunden, die weitere langwierige Wundbehandlungen erforderlich machen.
Zum Glück muss ein Charcot-Fuß nur sehr selten amputiert werden.

Verfaßt Dr. med. Markus Redzich für Praxis Dres. med. Redzich / Patzelt – ihre Diabetologie in Bochum